Vergesellschaftung missglückt???

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Vergesellschaftung missglückt???

Beitrag von Gast am Di 18 Mai 2010 - 17:15

Hi miteinander,
folgendes Problem
beschäftigt mich:

Nach dem traurigen Dahinscheiden meiner beiden Opa-Mäuse habe ich im Abstand von einer Woche 2 junge Rennmäuseriche (ca. 6/7 Wochen alt) zu mir geholt ("Meister" und "Eder"). Der Eder ist also eine Woche länger bei mir als der Meister und war ganz kurz mit meiner einen Opa-Maus (Herbert) vergesellschaftet (ohne Probleme). Dann ist Herbertchen gestorben und Meister kam dazu.

Wir (mein Mann und ich) haben die beiden eine Woche lang im Terrarium (100 x 40) mit einem Trenngitter in der Mitte aneinander gewöhnt und ein- bis zweimal täglich die Seiten getauscht. Am Trenngitter kam es immer wieder zu Begegnungen, aber zu keinerlei Aggressionen. Also haben wir sie vorgestern mal zusammen
zum Kennen lernen in ein neutrales Terrarium mit frischem Einstreu gesetzt. Ging ein paar Minuten gut, sie sind rumgerannt und haben sich nur ein wenig beschnuppert. Aber dann kam´s zur Prügelei und wir mussten eingreifen und die beiden trennen.

Heute haben wir´s nochmal versucht, diesmal hab ich das Terrarium mit einer Pappwand ein bissi kleiner gemacht. Meister und Eder haben sich gejagt und, so glauben wir, versucht, ne Rangordnung festzulegen. Eder hat ganz oft gefiept, ist auf Meister draufgehüpft und hat ihn mit der Pfote weggedrückt im Gesicht. Meister hat die Augen zu gemacht und den Kopf gesenkt. Aber dann hat er sich wieder "gewehrt", indem er Eder durch den ganzen Käfig gejagt hat, so dass der wie ein Gummiball rumgehüpft ist . Das Spiel wiederholte sich einige Minuten lang.
Wie´s passiert ist, haben mein Mann und ich nicht mitbekommen (obwohl wir die beiden die ganze Zeit im Auge hatten und die sich eigentlich nie richtig gebissen haben), aber plötzlich hat der Eder am Fuss geblutet. Wir haben die beiden sofort getrennt. Die Wunde haben wir untersucht, sie ist net schlimm und hat auch bald wieder aufgehört zu bluten.

Jetzt sind wir ein bißchen unsicher.
Sollen wir´s nochmal probieren?
Machen wir was falsch?
Ist die Vergesellschaftung missglückt?

Wer kann uns einen Tipp geben?

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Re: Vergesellschaftung missglückt???

Beitrag von Susi am Di 18 Mai 2010 - 17:54

Ich würde nochmal ne Weile Trenngitter amchen vor dem neuen versuch, mit täglichem Seitentausch. Sie sollen erst mal wieder bissi runter kommen.

Wahrscheinlich ist das problem, dass beide doch recht gleich stark sind, und sie so nicht alleine anhand von Drohungen ausmachen können, wer über- und wer unterlegen ist. Das müssen sie eben ausraufen.

Bitte beim nächsten versuch: ein paar tropfen blut sind kein grund zur trennung. mit jedem Trennen und neu zusammen setzen macht ihr es ihnen schwieriger, wirklich zusammen zu finden. das merken die sich, nach dem motto "je mehr ich mich aufführe,desto schneller ist der wieder weg, also nächstes mal noch mehr aufführen."

Ich weiß, es heißt wenn blut fließt trennen - aber das meint normalerweise auch FLIESSEN also richtig viel Blut, nicht nur ein kleiner Kratzer. Den kratzer werden sie sicher schnell vergessen haben, aber unter Einsamkeit würden sie sehr lange leiden müssen.

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Re: Vergesellschaftung missglückt???

Beitrag von Panya am Di 18 Mai 2010 - 21:11

jop, kann ich susi (wie immer eigentlich ) nur zustimmen. ruhig bleiben und erst mal gucken, wie schlimm die raufereien wirklich sind. als ich meine zwei meerie-jungs mit den mädels zusammengesetzt hab, haben auch beide erst mal ne blutige nase davongetragen. der unterschied ist aber, dass rennmäuse aggressiver sind als meerschweinchen; da muss man also schon aufpassen. aber trennen soll man erst, wenn es echt gar nicht geht. maaaal ne schramme, die ein bissl blutet, is normal.

....jetzt wollt ich gerade schreiben, nächstes mal rufst du mich vorher an, wenn du meinst, du musst sie trennen - hab ich gerade den richtigen gedankenblitz, dass daher der anruf auf mein handy kam, als ich gerade nich rangehen konnte?


ach, übrigens, an alle anderen: "Sandfrosch" ist meine schwester, also gaaaaanz lieb zu ihr sein, damit sie nicht gleich merkt, wie bekloppt wir hier sind.
(obwohl, schwesta kennt mich ja nu schon etwas länger, also hab ich in der hinsicht eh verloren... )

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Re: Vergesellschaftung missglückt???

Beitrag von Susi am Mi 19 Mai 2010 - 7:37

Ach deswegen kam uns die geschichte so bekannt vor!

Also nochmal aus eigener Perspektive.

Zur Grundlage: rennmäuse leben in sehr festen, Hierarchischen Familienverbänden, die sich sehr hart gegen die benachbarten Mäusefamilien abgrenzen. Meistens dorf sogar nur das ranghöchste Weibchen jeder Familie nachwuchs bekommen, das istda wirklichs treng geregelt.

Vor fremden Rennmäusen haben sie deswegen vor allem eines: eine heidenangst. Und weil es keine gute idee ist, sich panisch in eine Ecke zu verkriechen gehen sie bei allem was fremd riecht lieber erst mal zum Angriff über.

Die Trenngittermethode soll schon mal helfen,d en geruch besser anzugleichen, aber auch wenn der geruch klar ist sind das immer noch zwei Junge Rennmäuse ohne ranghohe Eltern die eben die Führungsrolle innehaben - Waisenkinder praktisch, die jetzt ausmachen müssen, wer Chef sein soll. Und damit müssen eben beide einverstanden sein, und wo sie so ähnlich alt und groß sind dauert das eben.

Am besten wäre echt wenn noch jemand bei der vergesellschaftung dabei ist, der bissi ruhiger ist, weil man selber macht sich ja immer die allergrößten Sorgen und greift vielleicht zu früh ein. Alleine lassen darf man Rennmäuse aber auch nicht, also wäre es echt das Beste, wenn Alex mit dabei ist und Du versuchst ruhig zu bleiben - wäre ne gute Gelegenheit für nen Mädelsabend mit beruhigendem Alkohol...

und ich hab auch bei jeder Vergesellschaftung die panik, ist normal. sogar bei meerschweinchen, die ja jetzt echt friedliebende Tiere sind.

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HURRA! Geschaff!

Beitrag von Gast am Mi 26 Mai 2010 - 19:48

HURRA!
Sie/wir haben es
geschafft!



Wir haben uns an eure Tipps gehalten und die beiden Krawallschachteln nochmals 1 ½ Wochen getrennt mit dem Gitter.Gestern haben wir uns dann „bewaffnet“ mit Spritzpistole und Pappe zum Trennen und sie dann auf halber Käfiggröße (50x40) zusammengesetzt. Haben gespannt auf die große Prügelei gewartet… und gewartet… und gewartet. Und… - nix! Nur das übliche Macho-Gehabe : Jagen,aufeinander draufhüpfen, sich anfiepen und abwatschen, aber keine wirkliche Prügelei .
Eder scheint etwas dominanter zu sein, aber Meister haut oft zurück. Haben ne ganze Stunde daneben gesessen und auf Einsatz gewartet, dann haben wir die beiden sich selbst überlassen. Haben ab und zu mal reingeschaut, aber es is nix passiert.
Und heut morgen lagen die beiden Herren zusammen im selbstgebauten Nest und haben gepennt.




Hurra! Betrachte die VG als gelungen. Sie lieben sich nicht, aber klopfen tun sie sich auch nicht. Haben heut Nachmittag das Käfigabteil etwas erweitert und ein Haus, ein Laufrad und ne größere Sandkiste rein getan, die begeistert abwechselnd benutzt werden! Werden jetzt jeden Tag ein bissi mehr Käfig dazugeben und neue Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.
Irgendwann können sie dann hoffentlich wieder die ganze Fläche nutzen (Aquarium 100x40x40 mit Holzaufbau 100x40x50).
Ich freu mich für die beiden Jungs Meister und Eder und wir sagen Danke für die Tipps!






Gruß,
Steffi, Patrick, Meister und Eder

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Re: Vergesellschaftung missglückt???

Beitrag von Susi am Do 27 Mai 2010 - 6:08

Das klingt ja echt super! gut dass ihr dran geblieben seit!

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Re: Vergesellschaftung missglückt???

Beitrag von Panya am Fr 28 Mai 2010 - 8:27

....und wenn du nächste woche wieder da bist, darfst/musst du mal fotos von den zwei reinstellen, sonst werf ich dich aus dem forum muahahaha...

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