Zysten und Aggressivität

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Zysten und Aggressivität

Beitrag von Susi am So 12 Jul 2009 - 13:09

Eierstockzysten sind ein Problem, was wohl zunehmend bei Weibchen auftritt. Es ist noch nicht klar warum, es gibt den Verdacht, dass Haltung ohne sexuell aktiven Kastaten die Zystenproblematik verschärft, aber Zysten kommen auch in Haltungen mit wahren Sexprotzen vor.

Eierstockzysten heißen: Eizellen können sich nicht ordnungsgemäß entwickeln, wodurch diese Zysten entstehen, die können sehr groß werden, Schmerzen verursachen und vor allem bringen sie den Hormonhaushalt der Schweinchen gewaltig durcheinander.

Anzeichen sind:
Aggressivität gegenüber Artgenossen und Menschen
Bockähnliches Verhalten, also viel brommseln und besteigen über das normale Maß hinaus
haarlose Stellen an den Flanken
tastbare Knubbel im hinteren Bauchaum
im Extremfall sogar richtig sichtbare Beulen
Schmerzen im Bauchaum, harter Bauch (der kann aber auch andere Ursachen haben und sollte daher Tierärztlich abgeklärt weden)

meistens fällt es am Verhalten auf, weil die betroffenen Weibchen ziemlich am Rad drehen und sogar annehmen, sie seien selbst Böcke - und sich entsprechend anderen Weibchen und Böckchen gegenüber verhalten. Das machen die männlichen Hormone.

Selbst wenn es aber wenig Verhaltensprobleme gibt sollten Zysten behandelt werden - daduch dass sie ziemlich groß werden , teils größer als eine Walnuss, drücken sie im Bauchaum auf die Organe, quetschen den Darm ein und verursachen einfach Schmezen. Im schlimmsten fall könnten sie sogar den Darm ganz abdrücken und deswegen tödlich sein.

Behandlungsmöglichkeiten:
Operation
sehr teuer, und es ist ein riesiger Bauchschnitt nötig, deswegen auch sehr riskant. Sollte wirklich nur gemacht werden, vorher alle anderen Behandlungsmethoden erfolglos waen
Punktion
dabei wird mit einer Spitze die Flüssigkeit aus den Zysten gezogen. Kann helfen, aber ggf. kommen die Zysten wieder.
Hormonspritzen
Helfen in aller regel recht gut, müssen aber regelmäßig wiederholt werden und sind nicht ganz billig auf die Dauer, Nebenwirkungen wie Krebs und Gebärmutterentzündungen sind möglich
Ovaria
naturheilkundliches Präparat, dass bisher beste Erfolge hat. es wird dabei im abstand von erst nur 1-2 Tagen, später mit größeren Abständen 0,1ml der Tropfen ins Mäulchen eingegeben - das ist meistens völlig poblemlos und wird gerne angenommen. Der Abstand zwischen den Gaben kann je nach Fortschitt auf bis zu wöchentlich ausgedehnt weden, man merkt ja wie sich das Verhalten entwickelt und der Tierarzt kann ertasten wie die Größe der zysten ist - oft bilden sie sich sehr schön zurück Richtung erbsengröße. Bisher habe ich über diese Option nur das allerbeste gehört, nur Katy hat ein Schwein das zusätzlich zu Ovaria auch Homonspritzen braucht.
Der größte Vorteil an Ovaria ist auch der Preis - die Behandlung muss zwar lebenslang fortgesetzt werden, aber bei einem Behandlungspeis ja nach Bedarf von 30 Cent bis einem Euro pro Woche kann man sich das ja wirklich gut leisten.



Auch hier gilt: nicht auf eigene Faust losbehandeln sonden den Tierarzt übeprüfen lassen, ob es überhaupt Zysten sind. Schlägt dieser eine Behandlungsoption vor, die man lieber vermeiden möchte kann man ihn ja auf eine Alternative ansprechen. Nachdem viele Tieräzte damit selber noch nicht so erfahren sind oder auch selbst schon festellen mussten wie riskant Operationen sind feuen sie sich sogar oft, wenn man ihnen berichtet, welche Erfolge ihe Kollegen mit Ovaria verzeichnen konnten.
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